Nitish - Baba Abdallah

Vor sehr langer Zeit,da lebte in Bagdad ein sehr Reicher Kaufmann den alle den Baba Abdallah nannten,und er war nicht nur Reich,nein ,er war auch sehr bekannt auf allen Märkten und Basaren des Orient von Isfahan bis zum Maghreb.
Ständig war er auf dem Weg,um neue Geschäfte zu machen,und hatte auch nie was anderes im Sinn,als sein Vermögen irgendwie zu vermehren.
Eines Tages,da lief es nicht so gut auf den Märkten,und erzielte nur 80 Kamele.
So machte er sich auf dem Weg nach Bagdad um darüber nach zu denken was er sonst noch so tun könnte um etwas zu verdienen.
An einer Oase machte er rast,versorgte seine Kamele,und erholte sich im Schatten.
Nach einiger zeit,als er so dasaß,kam ein Derwisch daher,bat um seine bescheidene Gastfreundschaft,und setzte sich zu Ihm.
Sie redeten lange über dies,und über jenes,bis Abdallah schließlich zum Reichtum kam,was Ihn ja so sehr beschäftigte.
"Es ist nicht gerade leicht sich etwas heutzutage zu verdienen" sagte er dabei"Das Geld liegt ja nicht gerade auf der Straße".
"Ja,ja" sagte der Derwisch"Ist schon für jedermann schwer.Und dennoch gibt es Möglichkeiten sich etwas einfacher etwas zu bereichern."
"Na was soll das denn wohl sein?"fragte Abdallah zurück"Für Betrügereien verliert man ja noch den Kopf hierzu Lande"
"Man muss nur ein Auge für die Dinge haben die Verborgen sind"Er zeigte auf einen nahe liegenden Hügel"Da zum Beispiel,tief unter dem Hügel dort,da liegen soviel Schätze verborgen,das deine Kamele nur Mühe und Not hätten diese davonzutragen."
"Wohl an" sagte darauf Wissbegierig Abdallah"lass uns diese heben,und beide wären wir die Reichsten Männer in Bagdad"
"Nur langsam" sagte der Derwisch,und schlug ein Geschäft vor."Du musst mir schon etwas dafür geben das ich dir helfe."
"Daran soll es nicht liegen"antwortete Abdallah"Einen vollbeladenen Kamel sollst du haben,sollte es uns gelingen an diese Schätze zu kommen."
"Was,nur einen" sagte der Derwisch"Gib mir 40,und es wäre mehr als nur Gerecht."
Abdallah dachte nach,und kam zu dem Entschluss,40 Vollbeladene Kamele wären dennoch besser,als mit 80 Kamelen nach hause zu kommen,wo die teure Last dabei fehlt.
Und so einigten sich beide.
Der Derwisch schritt mit Ihm hinüber zu dem Hügel,entfachte ein Feuer,und murmelte dabei etwas,während ein Rauch den ganzen Hügel bedeckte.
Als aber der Rauch verschwand,sah man eine Tür an dem Hügel,wo soeben noch keines stand.
Der Derwisch klopfte dreimal daran,und Sie ging sogleich auf.
Eine Treppe führte hinunter in die Tiefe.
Dort unten angekommen,sah Abdallah die größten Schätze,die er sich nur vorstellen konnte.
Sofort machte er sich daran diese die Treppe hoch zu tragen,und auf die Kamele zu verstauen.
Man kann sich nur so Vorstellen,wie Abdallah so schwitzte und sich mühte möglich alles hinauf zu tragen.
Der Derwisch indessen schaute Ihm dabei zu,und ohne auch nur ein Wort zu verlieren,nahm er sich nur eine kleine Silberne Schachtel,welches er auch sofort in seinen Beutel steckte.
Als die 80 Kamele vollbeladen waren,tat der Derwisch das selbe wie vorher,und die Tür verschwand wieder.
"So denn" sagte der Derwisch"Beide sind wir gesegnet und können nun wieder nachhause."
Und so gingen beide los,Abdallah Richtung Bagdad,und der Derwisch in entgegen gesetzte Richtung.
Doch Abdallah wurde von seiner Gier ergriffen,und wollte gerne noch mehr als nur die Hälfte haben,und eilte dem Derwisch nach.
"Mein freund" sprach er Ihn an"Mit 40 Kamelen los ziehen wo Ihr ja kein Erfahrung habt mit den Tieren.Nicht das eines davonläuft und der Reichtum in falsche Hände gerät.Gibt mir 10 Kamele mit damit Ihr es leichter habt."
"Wenn du es hakt gut meinst mit mir" antwortete der Derwisch darauf"Nehmt euch die Tiere."
So wählte Abdallah 10 der Stärksten Tiere aus und führte diese weg.
Doch kaum wollte er einige Schritte tun,da kam Ihm der Gedanke,der Derwisch hat ja noch nicht einmal geholfen die Schätze aus der Tiefe zu holen,und so ging er abermals zum Derwisch.
"Mein Freund" sagte er zu Ihm"Wenn euch jemand sieht ganz alleine mit solch einer Karawane,Räuber könnten euch überfallen und Ihr könntet mehr verlieren als nur euer Gold."
"Vielleicht hast du ja recht" sagte der Derwisch"nehme dir 10 weitere Kamele"
Und so kam es dann auch.
Doch Abdallah wollte sich nicht so recht zufrieden geben,und dachte das ist ja ein recht Leichtgläubiger Mann,der tut ja alles was man Ihm sagt,und ging noch einmal zum Derwisch.
"Mein Freund,Wenn du in die Stadt zurückkehrst wirst du bei dem Anblick doch nur von den Armen und Bettlern bedrängt.Du wirst nicht zur Ruhe kommen."
"Jetzt wo du es sagst" dachte der Alte dabei nach"Nun gut,nimm dir weitere 10 Kamele"
Und so kam es auch.
Und auch ein letztes mal ging Abdallah zu dem Derwisch und sagte"Mein lieber Freund,ich will dir ja nicht nahe treten,doch du bist ein Geistlicher Mann und trachtest dabei um Irdischen Güter?"
"Niemand soll behaupten ich hätte nur für die Irdischen Dinge gelebt"sagte der Derwisch,nimm die Kamele und zieht eurer Wege.
Abdallah nahm Ihm die letzten Kamele ab,und wollte schon los,da fiel Ihm die kleine Schachtel ein,welches sich der Alte ja als einziges einsteckte.
"Alter Freund,was ist in diese Schachtel,was Ihr euch da genommen habt."
"Nichts besonderes" gab der Derwisch die Antwort"Eine kleine Salbe"
"Und was bewirkt diese" fragte Abdallah.
"Na,wenn du dir etwas aufs linke Auge schmierst,dann siehst du überall die ganzen Schätze die Verborgen liegen,jedoch aufs rechte Auge aufgetragen wirst du erblinden.
"Schmiert mir etwas aufs Auge,damit ich sehe das es stimmt was Ihr da sagt" bettelte Abdallah.
So tat der Alte dann auch,und Abdallah sah überall die Schätze glitzern,welch verborgen lagen irgendwo in der Tiefe.
"Na so was," dachte Abdallah,"aber bestimmt ist die Salbe auf der rechten Seite der Schlüssel dafür,wie man die Türen öffnet zu den Schätzen.
"Alter Freund" bettelte Abdallah Ihn an"Schmiert mir etwas aufs rechte Auge"
"Bist du verrückt geworden?" empörte sich der Alte.
"Ja" antwortete Abdallah darauf gierig,denn er glaubte fest an seiner Überzeugung und wollte es unbedingt haben,die Türen zum Schatz.
"Du hast es so gewollt" sagte der Derwisch zornig,und schmierte Ihm etwas aufs rechte Auge.
Sofort umgab Abdallah eine Dunkelheit,und erblindete.
"Du hast es so gewollt" sagte der Derwisch noch einmal,und Abdallah hörte nur noch wie der Alte mit all den beladenen 80 Kamelen ohne Ihn fortzog.
Tagelang trieb er sich nun auf der Oase rum,bis Ihn eine zufällig vorbeiziehende Karawane mit nahm nach Bagdad.
Fortan,gestraft von seiner eigenen Gier,blieb Ihm nichts anderes Übrig,als sich als betteln zu verdingen.
Doch aufgrund seiner Gierigen Haltung,wollte er nie wieder einfach so Geld annehmen,und nahm nur noch Almosen von denen,die Ihm noch einen kräftigen Hieb ins Gesicht versetzten.
Nach langer zeit aber,da kam der Sultan vorbei,und gab Ihm ein Almosen.
Er wunderte sich sehr um die Bitte geschlagen zu werden.
Er ließ sich die Geschichte erzählen,und als Dank dafür durfte Abdallah im Palast wohnen.
So sah er nie wieder Pomp und Glanz,konnte dennoch unerreichbarer Reichtümer leben.

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