Nitish - 117472-Tagebuch eines Häftlings

Illinois 3.1.2016
Wochenende.Draußen würde man erst mal sagen,endlich,und heute würde es heißen Scheiße Morgen wieder Montag.
Hier ist es einerlei was für einen Tag wir haben.
In den Luxuriösen Umständen ist der Umstand des Ewig gleichen Zeitablaufs das Schlimmste zu ertragen.
Das Essen ist gut,die Zellen Sauber und gut eingerichtet.
wir haben einen Bibliothek und können Kurse belegen.
Für Arbeit gibt es Lohn.
Sogar Wahrung der Menschenrechte ist eines der größeren Errungenschaften.
In P. angekommen habe ich damals auf keinen Fall dieselben Erfahrungen machen dürfen.
Der Tag fing sehr Früh an,in Kolonnen eingereiht mit Ketten an den Füßen wurde man hinaus geführt zur Arbeit.
Eigentlich war alles ständig in Bewegung gewesen.
Militär und Polizei ist fast ununterbrochen ein und aus gegangen.
Menschen wurden gebracht die sich wie verschrecktes Vieh sich erst einmal zurecht finden musste.
Andere wiederum wurden abgeholt.Mit Todes Angst sind diese in die LKW`s eingestiegen und waren sich sicher den Tageslicht nie wieder zu sehen.
Überhaupt wurde der ganze Alltag von so etwas sehr stark bestimmt.
Nur irgendwann ist einem aufgefallen das man manche Personen schon lange nicht mehr gesehen hatte.
Viele hat man vergessen einfach nur so,und man hat es selbst überhaupt gar nicht gemerkt.
Ich glaube heute,man hat das von Natur aus zur eigener Sicherheit so gemacht.
Denn der Tod war der ständige Begleiter und es konnte jederzeit jeden treffen.
P.war ein riesiges Bollwerk was in die Jahre gekommen ist.
Früher waren die Roten Backstein Mauern und Wände verputzt gewesen,heute ist alles leicht verfallen mit rostigen Gittern an den Fenstern.
Unter den Verputz konnte man die Backsteine zählen,was man deswegen tat um nicht zu verdummen.
Man hatte schon Angst gehabt im Kopf nachzulassen.
Der Winter kam,und es war Kalt.
Immer noch gingen wir Barfuß in den Steinbruch bekleidet mit unseren Fetzen.
Wäre man Winterlich gut gekleidet gewesen,so hätte man trotzdem nicht besser dran gewesen,denn den ganzen Tag draußen zu verbringen war ohnehin schon eine reine Zumutung gewesen wo hier Sibirische Kälte herrschte.
Kaum war man draußen,taten schon ziemlich schnell die Ohren weh vor lauter Kälte,und die Füße spürte man bald nicht mehr.
Einmal am Tag kam ein LKW mit Blechtonnen welche aussahen wie diese Amerikanischen Mülltonnen mit deckel,daraus wurde unser Essen serviert.
Es war ständig dasselbe,ein übelriechender Brei wo wahrscheinlich auch noch Sägespäne drinnen waren,in den Brotstücken jeden falls waren kleine Steinchen mit eingebacken.
Man musste schon sehr aufpassen wie man irgendwo rein gebissen hat.
Zahnschmerzen wurden nämlich auf den einfachsten Wege behandelt und diente stets die Grundlage für die nächsten Folter Methoden.
Sie wurden ausgeschlagen oder zwei hielten eine fest und einer der Wärter zog es oder brach es mit der Zange heraus.
Schön langsam,das man auch etwas von hatte.
Junge Männer sahen aus wie alte Männer,und alte Männer sahen aus wie kurz vor dem Sterben.
Nach einer zeit war man dermaßen Abgemagert,das man sich selbst nicht mehr gern angeschaut hat.
Abgesehen von den Schmerzen und dem unerträglichen Gefühl gefangen zu sein spürte man gar nichts mehr.
Auch das Bewusstsein für Gut und Böse verschwand allmählich aus uns.
Wer vorher niemals getötet hat,der hätte hier bestimmt alles getan für ein Stück Brot.
Der eine oder andere war Unschuldig.Dabei muss man noch erwähnen das sich gerade hier die meisten meinten nur durch einen Art Fehl Urteil hier zu sein.
Dimitrij war der einzige der wirklich Unschuldig war.
Sein Vergehen war das er Orthodoxer Priester war.
Ganz abgelegen in der Sowjet Union führte er eines der letzten Klöster.
Besser gesagt ein kleines Kloster Dorf.
durch die abgeschiedene Lage waren sie Isoliert vom System und konnten länger praktizieren als andere.
Als schon die meisten Kirchenführer auf der Flucht waren und aus den Kirchen schon lange Lagerräume gemacht wurden war er immer noch da und verlas die Messe.
Als die Politischen Säuberungsaktionen los gingen im Lande,kamen viele Schutzsuchend zu Ihm.
Unter Ihnen auch feindliche Agenten.Sie waren Berüchtigt für Ihre Methoden und Vorgehensweisen.
Eines Morgens fuhren das Militär und örtliche Sicherheitskräfte vor.
Nach einer Tortur wurde Dimitrij und einige aus dem Kloster hierher Deportiert.
Als Andenken an diesen tag hatte Dimitrij zwei fast Verkrüppelte Hände,und hinkte stark auf das eine Bein.
Die Veränderung kam auch in P. ganz plötzlich.
Eine ganze Kolonne von schwarzen Autos fuhr ein eines Morgens und im Gegensatz zu anderen tagen wurden wir zum Appell auf dem Hauptplatz aufgereiht.
In Dunklen langen Ledermänteln kamen die Agenten und taten ganz ernst und wichtig.
es wurde verlesen das eine Umerziehung von schädlichen Personen beschlossen worden ist.
Namen wurden verlesen,und jeder hoffte nicht mit dabei zu sein.
Wir haben schon von dem allem gehört.
Umerziehung.Noch weitere vier oder Fünf solche Lager und Gefängnisse soll es geben die dazu Dienten Menschen zu einen treuen System Anhänger umzuerziehen.
Bis jetzt hat noch niemand diese Gebäude je Lebend wieder verlassen,so das genaues niemand irgendwie erzählen konnte.
Namen wurden verlesen,meiner auch.

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