Nitish - 117472-Tagebuch eines Häftlings

Eine Geschichte ist wie die andere.Glaubt man.Im nach hinein ist es nicht so.
Geboren wurd ich irgendwo in einem kleinen Ort,wo niemals wirklich etwas passiert ist.Nichts aussergewöhnliches.
Auch an diesen Tag nicht.Es war Winter und es schneite Fürchterlich.Vor lauter Schnee und der unerträgliche Kälte konnte man kaum vor die Tür gehen.
Es war der Tag des Hl.Lazarus,man zündete Räucherwerk an um etwaige Böse Geister abzuwehren,und man hatte trotz allem noch Angst vor verlorenen Seelen welche in solchen Unheilvollen Nächten Ihr Unwesen treiben sollen.
Doch sollte man vorsichtig sein,der starke Arm des Kommunismus ließ gar nichts zu.Keine Religion,kein aberglauben,keine eigene Kultur.
Vor Jahren durfte einer von uns Ausreisen um die Pilgerfahrt zu vollziehen,Voller Freude Reiste er ab.Und er brachte jeden ein Geschenk mit.
Wirklich jeden,ob er glaubte oder auch nicht.
Die Schwarzen Pocken.Viele starben.
Es gab große Verluste.
Seitdem gab es Gestze für uns die alles regelten.Wirklich alles.
Vorallem durften wir uns nicht vermehren.
Zahn um Zahn.Wurde einer geboren,mußte einer Sterben.
Dies wurde genau befolgt.
Gleich nach meiner Geburt holten Sie meinen Großvater ab.Meine Großmutter kümmerte sich um mich während meine Mutter wieder gegangen war.
Sie ließ mich zurück.Einfach so.
Meinen Großvater fand man außerhalb vom Ort im Straßengraben.Er lag da mit weit aufgerißenen Augen,und einen Loch im Kopf.
Die Beine waren verdreht,man hat sie Ihm gebrochen damit er nicht weglaufen konnte.
Aber wohin sollte man denn wohl laufen,das ganze Land war ja ein Gefängniss.
Und wir waren die Häftlinge.
Lebenslänglich.
Meine Kindheit verlief am Anfang sehr gut.
Meine großmutter war sehr Religiös.Aber was blieb Ihr denn sonst noch.
Sie brachte mir alles bei was wichtig war.Lesen,Schreiben,Rechnen.
Vieles konnte ich Dank Ihrer Hilfe auwendig lernen.Sicher verwahrt im Gedächniss konnte das vom System nicht weggenommen werden.
Sie durfte nur nichts von Wissen.
Als ich zwölf Jahre Alt war starb meine großmutter,und mit Ihr war auch mein Leben vorbei.
Mein Onkel konnte kaum abwarten alles zu nehmen.
Er war bekannt dafür.Vieles hat er schon weggenommen und Konfisziert.
Doch obwohl er Kommunist war und für Sie arbeitete war er doch nur Partei Genosse zweiter Klasse.Ihm war das egal,lebte er doch sehr gut davon.
Er konnte sich so ein gutes Leben sichern.
Besaß Dinge die von uns keiner haben konnte.Dinge wovon man nur träumen konnte.
Mit Soldaten kam er ins Haus und sie fingen an zu räumen.Man denke ,wir hatten einen Buch der so ein wert besaß das später mein Onkel zwei Häuser davon bauen konnte.
Für Ihn hatte alles nur einen vorläufigen Wert.
Er roch nach Schweiß und Alkohol,und schnäuzte sich ständig.
Ich saß in der küche und wußte nicht weiter.
Mit seinem schlechtem Atem beugte er sich zu mir."Ab ins Lager kleiner" sagte er leise zu mir.
"laß dich nie wieder blicken Bastard".
Ich versuchte nichts zu sagen.Kalt wurde es in mir und hatte Angst.
Jeder wußte was das lager war.Ein offenes Geheimniss welches man sich unter vorgehaltener Hand erzählte um die Kinder zu ermahnen.
Auf jeden fall ist da noch nie jemand zurück gekommen.
Wenn man jemanden los werden wollte,brauchte man nur einen guten Grund fürs Lager.
Oder Beziehungen,oder so einen wie meinen Onkel.
Gott weiß um wieviele Menschen er sich schon gekümmert hat.
Jeder wußte das.Wahrscheinlich hatten wir nie jemals Kontakt zu Ihm oder seiner Familie gehabt.
"Komm ab ins Lager" sagte er verächtlich zu mir und am vorbei gehen sah ich wie all unsere Sachen von Fremden durchwühlt wurden.
Die nachbarn trauten sich gar nicht heraus.Hier und da sah man eine Weinende Frau sich abwenden.
Ich war alleine.Ganz alleine.
Wir fuhren schon etwa eine Stunde,als mein Onkel hielt.
Eine Pistole sah man unter seiner Jacke.Er überlegte kurz.
"Weißt du was?" und sah mich dabei komisch an."Ich mach es die mal leichter."
Er stieg aus und deutete mir Ihm zu folgen.
"Komm her" und gab mir zu verstehen mit Ihm hinter den wagen zu stellen.
"Ich mach es dir einfacher" und zog dabei ein Messer raus.
"Machs gut kleiner" und zog ein Messer raus,mit der Linken Hand packte er mich an den Haaren und hob etwas mein Kopf an,und...
Wahrscheinlich wollte er zustechen,mir die Kehle aufschneiden und zurück angekommen irgendeine geschichte erzählen.
wär auch egal gewesen,unsereiner hatte ja eh keinen Wert gehabt.
Doch ich war schneller.
Ich versuchte mich los zu reißen,biß Ihm in die Hand wobei er aufschrie und fluchte.Irgendwie konnte er nach der Pistole greifen,aber ich war schneller,schnappte mir das Messer welches runtergefallen war und Stach zu.
In seinen Fetten Bauch.In seinen Hals
Er war schon tot als noch sein Blut spritzte,und ich Ihm noch ein zwei Stiche verpaßt habe.
Zitternd starrte ich auf seinen Körper,immer noch Blut verschmiert als Sie mich fanden.
Wie ferngesteuert ließ ich mich abführen.
So wurde ich zum Häftling 117472.
Ein neues Leben hat nicht begonnen,nein,ein anderes Leben.
ein Leben hinter Gittern.

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